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Christian Hametner

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Studienbesuch in Spanien
Geschrieben von: Christian Hametner   

Im Rahmen des Programms Lebenslanges Lernen erhielt ich im Mai 2009 die Möglichkeit zu einem Studienbesuch in Oviedo, Spanien. Ziel war es, jene Programme der asturischen Bildungsbehörde kennen zu lernen, mit deren Hilfe sie das Fremdsprachenlernen verbessern wollen.

Nach einem kurzen Besuch in Santiago di Compostella fuhr ich quer durch das sehr grüne und gebirgige Galizien uns Asturien zum Ort des Treffens: Oviedo.

An der Küste Lugo

Oviedo ist die Hauptstadt der Region Asturien, ist etwa so groß wie Linz und das Verwaltungs- und Bildungszentrum. Aufbauend auf die Erkenntnis, dass ein großer Teil der Spanier kaum oder nur sehr schlecht Englisch spricht, versucht man jetzt dies zu ändern durch einerseits viel Englischstunden bereits ab dem Kindergarten (3 Stunden wöchentlich an der Primarstufe 1 = Volksschule) und andrerseits durch CLIL Programme (Content and Language integrated Learning = Englisch als Arbeitssprache). Begleitet wird dies durch eine sehr intensive Schulung der Lehrer/innen und besonders der Fremdsprachenlehrer/innen. CLIL Lehrer (Lehrer, die einen Gegenstand auf Englisch unterrichten) werden in Asturien (im Gegensatz zu Österreich) für ihren Mehraufwand bei der Vorbereitung durch eine Lehrverpflichtungsreduktion belohnt.



Bei diesem Studienbesuch waren 16 Lehrer/innen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Polen, Slowenien und der Türkei aus verschiedenen Bildungsbereichen vertreten. Dies führte natürlich auch zu einem regen Informationsaustausch über die nationalen Bildungsprogramme und - probleme. Ein besonderer Schwerpunkt des Informationsaustauschen war natürlich der Fremdsprachenbereich und die - sofern vorhanden nationalen CLIL Programme. Im internationalen Vergleich musste ich leider feststellen, dass Österreich mit dem Englischunterricht vor allem an der Volkschule etwas hinter den anderen Ländern zurückfällt. Wir besichtigten viele Schulen in verschiedenen Orten und waren teilweise sehr beeindruckt, wie gut so manche Grundschüler bereits Englisch sprachen.

Ein Höhepunkt war natürlich ein Besuch im lokalen Parlament:

Es war eine tolle Erfahrung und auch eine Bestätigung, dass wir in Schwertberg mit unserem Schulprogramm - auch im internationalen Vergleich - auf dem neuesten Stand sind.

Christian Hametner

 
Übernahme der Leitung

Nach mehr als 30 Jahren als Lehrer an der Hauptschule Schwertberg hat sich in diesem Jahr mit der Übernahme der Leiterstelle für mich eine große Veränderung ergeben.

Ich trete dieses Amt als Direktor mit großem Respekt vor der Professionialität der Lehrer und Lehrerinnen an unserer Schule an. Der Einsatzwille und die Initiativen sind beispielhaft. Gerade dieser Wille, sich immer wieder weiter zu entwickeln, sich zu verbessern, an Erprobtem festzuhalten, aber auch immer wieder alles in Frage zu stellen, zeichnet diese Schule aus. Nicht umsonst sind wir in einem vom BMUKK gegründeten Netzwerk "Innovativer Schulen" aufgenommen worden, in dem etwa 40 Hauptschulen aus ganz Österreich mitarbeiten. Der Austausch an Informationen, wie den pädagogischen Problemen der Gegenwart und den Herausforderungen der Zukunft an anderen Standorten begegnet wird ist äußerst interessant.

Eine besondere Herausforderung, aber auch eine große Bereicherung an unserer Schule ist die Vielfalt an Kulturen. Besonders erwähnen möchte ich die vielen Kinder, die alle Gegenstände über eine Fremdsprache erlernen müssen und dennoch hervorragende schulische Leistungen erbringen.

Toll sind auch die vielen leistungsfähigen Kinder, die unsere Schule besuchen und speziellen Förderangebote wie Interessens- und Begabungsförderung oder unser "Englisch als Arbeitssprache-Programm", in dem ab der 3. Klasse durchgehend ein Gegenstand auf Englisch unterrichtet wird.

Die Herausforderung der Zukunft, gerade in einer sich jetzt wandelnden Bildungslandschaft, wird die Individualisierung des Unterrichts und die bestmögliche Förderung jedes einzelnen Kindes sein. Wir nehmen diese Herausforderung an und werden alles daran setzen, unsere Schule weiterhin im pädagogischen Spitzenfeld zu finden.