Zeitzeugin Anna Hackl

Genau 75 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen in Mauthausen, Schwertberg und Ried, kam mit Anna Hackl eine der letzten Zeitzeuginnen aus der Zeit des Nationalsozialismus an die NMS Schwertberg.

Geschichtlicher Hintergrund:      Im Februar 1945 kam es zu einem Ausbruch von russischen Offizieren aus dem Todesblock des Konzentrationslagers Mauthausen. In der Folge waren viele Menschen der Zivilbevölkerung aus der Umgebung an der Jagd und der Ermordung der geflüchteten Kriegsgefangenen beteiligt. Nur wenige mutige Menschen und Familien leisteten Hilfe und stellten sich gegen die Gräuel dieses Ereignisses, das von den Nationalsozialisten euphemistisch als „Mühlviertler Hasenjagd“ bezeichnet wurde.

Menschlichkeit bewies die Familie Langthaler, die zwei Flüchtigen Zuflucht und Schutz gewährten und damit selbst das Risiko von Konzentrationslager und Tod auf sich nahm. Die Tochter Anna Hackl erzählte am Donnerstag 6. Februar den Schülerinnen und Schülern der 4ten Klassen von dieser Zeit. Gebannt lauschten alle den schrecklichen und zugleich spannenden Erinnerungen.

Auch wenn im Unterricht die Zeit des Nationalsozialismus intensiv besprochen wurde und der Film zur „Mühlviertler Hasenjagd“ angesehen wurde, so zeigte sich doch wieder, dass Erinnerungen und Erzählungen einer Zeitzeugin gänzlich andere und neue Blickwinkel für die Schülerinnen und Schüler bietet. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, dass sich Frau Anna Hackl für uns Zeit genommen hat und wollen uns an dieser Stelle noch einmal herzlich für ihr Kommen bedanken. Gleichzeitig hoffen wir auch, sie im nächsten Jahr wieder an der NMS Schwertberg begrüßen zu dürfen.